Die vereinnahmten Flüchtlinge

Es hat etwas Befremdliches, wie die nach Deutschland gekommenen Syrer und anderen Flüchtlinge hier von zahlreichen Interessengruppen vereinnahmt werden.

Die Industrie will sie als billige Arbeitskräfte. Die Flüchtlingsindustrie will sie in Deutsch- und Integrationskurse stecken, bei großzügiger Bezahlung durch den Steuerzahler. Hilfsbereite Ehrenamtliche wollen ihre Mitmenschlichkeit ausleben. Die SPD-Minister Nahles und Gabriel sehen sie als Beitragszahler für das deutsche Renten- und Sozialsystem, wo sie den deutschen Bevölkerungsrückgang ausgleichen und das deutsche Wirtschaftswachstum aufrecht erhalten sollen.

Kanzlerin Merkel erklärt: „Wir schaffen das.“ Dabei ist unausgesprochen, welchen Zweck Frau Merkel mit der Politik der offenen Grenzen verfolgt.

Was die nach Deutschland gekommenen Menschen selber wollen, fragt  niemand. Vielleicht wollen sie einfach nur eine warme Unterkunft und ausreichend Verpflegung, bis sie wieder in ihre Heimat zurückkehren können.

Die auf Dauer angelegte Vereinnahmung durch Interessengruppen verhindert, dass Asyl als das gesehen wird, was es der Gesetzeslage nach ist: ein vorübergehendes Aufenthaltsrecht. All die in die Wege geleiteten Maßnahmen geschehen über die Köpfe der Menschen hinweg und sollen zu einem dauerhaften Aufenthalt führen, der von den Betroffenen vielleicht gar nicht gewollt ist.

Deshalb muss vehement auf den vorübergehenden Charakter der Gewährung von Asyl oder Notunterkunft hingewiesen werden. Entsprechend sollten auch die Betreuungsmaßnahmen ausgerichtet werden. In diesem Sinn ist auch eine frühzeitige Gewährung von Familiennachzug abzulehnen. Dieser würde der weiteren Entwurzelung von der Heimat Vorschub leisten.

Paul Beuter
Mitglied im Kreisvorstand

Veröffentlicht in Kreisverband.